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Interview mit Roger Grolimund

Welches waren Deine ersten Filmerfahrungen? Gibt es einen Film der Dich besonders inspiriert hat?
Ich habe so mit 15 oder 16 Jahren die ersten Horrorfilme gesehen. Die ersten waren noch Splatter-Komödien. From Dusk Till Dawn war mein erster Film mit Splatter-Elementen den ich im Kino gesehen habe. Der Film, den mich dann endgültig fasziniert hat, war the Last House on the Left. Durch die Konfrontation mit dieser zynischen Gesellschaftskritik begann ich meine damaligen Grundwerte zu hinterfragen. Ich konnte mir nicht erklären, wieso Menschen einen solch menschenverachtenden Film drehen würden. In meiner naivität wurde ich damit konfrontiert, dass Filme nicht nur zur Unterhaltung da sind, sondern auch um Gedanken zu offenbaren die sonst nicht ans Tageslicht geraten würden.

Hast Du einen Lieblingsregisseur, ein Idol?
Idole habe ich eigentlich keine. Aber es gibt schon gewisse Leute, die mich inspiriert haben. Es sind in erster Linie nicht nur die Filme die sie drehten, sondern vor allem die Konsequenz mit der sie ihre Gefühle offenbaren.

Um welche Regisseure handelt es sich a? dabei?
Visuell ist Dario Argento meine Nummer eins. Dann gibt es interessante Filmemacher wie Jodorowsky oder Hennenlotter, die mich schon immer fasziniert haben. Das sind für mich so meine favorisierten Regisseure.

Wann hast Du begonnen Filme zu drehen?
Der erste Gedanke kam mir als ich die ersten Splatterfilme gesehen habe. Da hab ich mir gesagt, das kann ich auch. Allerdings noch nicht mit der Absicht den Film einem Publikum zu zeigen, es war eher eine experimentelle Phase und dann haben wir zusammen ein Buch geschrieben.
Bald darauf besorgten wir uns eine Kamera. Wir gingen mit dieser und einigen Requisiten in den nahegelegenen Wald um zu schauen ob wir was vergleichbares zustande bringen. Ja, so hat eigentlich alles angefangen.

Was hast Du vor Deuteronomium gemacht?
Der erste Film trägt den Titel Bob the Gorehound. Das war mein erster Horrorfilm. Der dauert eine halbe Stunde. Damals habe ich mit ein paar Kollegen jedes sich bietende Wochenende gedreht. Der Schnitt war sehr aufwändig, da wir damals noch nicht die Möglichkeiten des Computerbasierten Schnitts zur Verfügung hatten. Wir mussten also die erste Schnittfassung analog herstellen, hatten aber kurz nach der Beendigung dieses Schnitts die Möglichkeit den Film auf einem Computer neu zu schneiden und haben dies dann auch getan. Das war eigentlich die erste Horrorerfahrung die ich gesammelt habe.
Filmbegeistert war ich jedoch schon in jüngeren Jahren. So zwischen 10 und 12 Jahren, habe ich mit Hi-8 versucht Stop n’ Motion Filme zu drehen.
a?
Um was geht es in Bob the Gorehound und was ist mit deinem Film Giallo?
Bob the Gorehound sollte eine Art Satire über die Zensur werden. Er handelt von einem jungen Knaben, der nur Horrorfilme besitzt und keine Freunde hat. Als Teenager dreht dieser dann völlig durch und versucht alles nachzuahmen, was er in diesen Filmen gesehen hat. Dies ist seine ganze Welt, nur der Hass den er aus den Filmen kennt.
Giallo sollte, wie’s der Name schon sagt, eine Huldigung an die italienischen Gaillos der 70er Jahre werden. Er wurde aber nie fertig gestellt. Es gab eigentlich eher einen längeren Teaser. Wir haben das Projekt abgebrochen, weil ich zu viel Aufwand darin sahen den Film so zu drehen, wie es das Drehbuch vorgesehen hatte.

Gibt es diese beiden Filme irgendwo zu kaufen?
Das dürfte Mittlerweile sehr schwierig sein, weil Giallo wegen der kurzen Lauflänge gar nie offiziell erhältlich war. Er war nur in der zweiten Videoauflage von Bob the Gorehound als Bonusfilm mit drauf.
Von Bob the Gorehound gab es nur ca. 50 Stück. Vielleicht findet man noch einzelne Kassetten von dieser Auflage. Ich habe mir allerdings schon überlegt, die Dinger bei meinem nächsten Film als Hidden Features mit auf die DVD zu packen.

Wieso drehst Du eigentlich gerade Splatterfilme?

Weil das meiner Meinung nach das interessanteste Genre ist. Man kann mit Splatter viel mehr aussagen als mit anderen Genres. Man kann viel stärkere Gefühle vermitteln. Man kann in einem Splatterfilm a?auch Glücksgefühle oder Liebe vermitteln und kontrovers dazu aber auch die dunklen Seiten zeigen. Auch Humor kann gezeigt werden. Da es ja ein phantastischer Film ist, lässt es einem visuell sehr viele Möglichkeiten offen, bei dem man nicht nur stur die ganze Handlung abfilmt und es unterhalten sich zwei Leute vor der Kamera. Man kann mit diversen Lichteinstellungen und Kamerafahrten arbeiten, die das phantastische hervorheben. Also mit Perspektiven die man in normalen Filmen gar nicht machen kann. Und das ganze ist am Schluss dann meistens auch sehr sozialkritisch. Das finde ich so interessant am Horrorfilm. Die meisten Horrorfilme, die rein kommerziellen mal weggelassen, verfügen beim genaueren betrachten auch über eine zu vermittelnde These. Das ist für mich auch das Ziel wenn ich Horrorfilme drehe.

Von woher kam die Idee für Deuteronomium?
Die Idee kam eigentlich ganz lustig zustande. Deuteronomium war eigentlich meine erste selbst geschriebene Geschichte die ich verfilmen wollte. Seinerzeit war aber noch einiges anders. Der Engel war nicht wie dieser Engel.
Das war als ich noch 15 Jahre alt war, als ich die ersten Gedanken zu Deuteronomium hatte. Die Geschichte hat eigentlich schon lange bestanden. Aber mit einer göttlichen Fügung, bei der ihnen eine Person half das Böse auf der Welt zu bekämpfen. Das ganze ist dann eigentlich verflogen und dann habe ich persönlich eine sehr intensive Phase durchgemacht, mit einigen wiederum sehr seltsamen Erfahrungen. Daraufhin ist mir quasi mein eigener Engel erschienen, der mir dann nähergelegt hat, dass ich etwas verändera?n muss. Als Ergebnis dieser Phase realisierte ich Deuteronomium.

In diesem Falle hast Du das Drehbuch auch selbst geschrieben?
Das Drehbuch kam so zu Stande, dass ich zuerst einen zehnseitigen Entwurf gemacht habe. Dann habe ich diesen diversen Schauspielern gezeigt. Denn ich wusste, wenn ich diesen Film in der Schweiz realisieren möchte, muss ich einige dialektfreie Schauspieler miteinbeziehen. Mir war klar, dass ich den Film auf Hochdeutsch drehen muss, wenn ich ihn in Deutschland vermarkten will. Der Schweizer Markt für solche Filme ist einfach zu klein.
Also suchte ich von Anfang an Schauspieler, welche die hochdeutsche Sprache einigermassen glaubwürdig sprechen können. Als es dann lauter positive Reaktionen auf mein kleines Drehbuch gab wurde mir klar, dass ich den Film so machen kann wie ich mir das vorstellte. Dann habe ich das Buch ständig weiterentwickelt und zum Schluss hatte ich sechzig Seiten.

Möchtest Du mit deinem Film eine gewisse Botschaft rüberbringen oder soll er einfach Spass machen?
Die Aussage war ganz klar meine Motivation. Die Story ist teilweise autobiografisch. Der Hauptcharakter Michael, hat gewisse Parallelen zu meiner Persönlichkeit. Auch die anderen Charakter existieren in ähnlichen Formen. Es gibt einige Szenen die 1:1 aus dem Leben gegriffen sind. Ich hätte sicher nie den Schritt gewagt, den Michael macht. Aber dadurch dass es mir nie selbst in den Sinn käme so etwas zu tun, versuchte ich diesen Schritt in einer fiktiven Form auszuleben.
Wenn man sich die heutige Gesellscha?aft so anschaut, gäbe es teilweise schon den Grund dazu, an so etwas zu denken. Darum dreht sich ja auch Prolog des Filmes, welcher mir sehr am Herzen liegt. Es geht darum, dass die ganzen emotionalen Werte die wir vor ein paar Jahrzehnten, als das sein noch wichtiger war als das haben, gelebt haben. Das geht in dieser Gesellschaft langsam vor die Hunde. Heute ist alles auf den Konsum und auf das Haben fixiert. Viele Menschen vergessen dabei, dass das Leben eine Gefühls- wahrnehmung und -vermittlung sein sollte.

Wie lange dauerten die Dreharbeiten zu Deuteronomium?
Das war eine relativ kurze Zeit. Das heisst, wir mussten alles an einem Stück filmen, was auch für mich neu war. Aber dadurch dass ich so viele deutsche Leute im Team hatte, mussten wir es so machen. Sie konnten ja nicht immer hin und her reisen. Wir hatten einen sehr engen Zeitplan und filmten meistens bis tief in die Nacht hinein. Es waren im gesamten zweieinhalb Wochen, was das absolute Minimum für einen 60minütigen Film ist.

Wo habt Ihr den Film gedreht?
Zu Beginn wollten wir in ein wirkliches Fernsehstudio, Chemielabor u.s.w.. Wir begannen Kontakte zu knüpfen und versuchten in der ganzen Schweiz möglichst realistische Drehorte zu finden. Doch dann mussten wir uns eingestehen, dass es uns bei einem so knappen Drehplan gar nicht möglich war, mit dem gesamten Team durch die ganze Schweiz zu reisen. Somit haben wir dann eigentlich alles in der Umgebung in Olten gedreht. Die Leute aus Deutschland wurden alle hier einquartiert und die Drehorte waren alle innerhalb vona? 5 Minuten per Auto erreichbar.
Die meisten Innenaufnahmen haben wir in einer alten Lagerhalle gedreht, die wir extra dafür gemietet haben.

Hatten die Besitzer der Lokalität keine Probleme damit dass ihr dort einen Splatterfilm dreht?

Der Vermieter wusste worum es in dem Film geht. Aber die Eigentümerin eine kurlige 80 jährige ging kurz vor den Dreharbeiten, als die ganzen Kulissen schon aufgestellt waren, in die Halle rein. Sie fand dort die Bordelllocation vor und dachte wir drehen einen Pornofilm. Sie kam somit immer wieder kontrollieren. Wir konnten sie aber immer irgendwie abwimmeln, so dass sie nie eine blutige Szene zu Gesicht bekam.
Sie hat sich dann aber tierisch aufgeregt als sie in der Zeitung gelesen hat, dass es sich um einen Horrorfilm handelte.

Wie sah euer Equipment aus?

Es wurde aus Kostengründen auf Mini-DV gedreht. Das ganze restliche Equipment wie Licht, Ton usw. kam von einer deutschen Verleih-Firma.
Wie hoch war das Budget für Deinen Film?
Das ist sehr schwer zu sagen. Ich hätte mir für das Geld auch einen relativ schönen Neuwagen kaufen können.

Woher kamen die Schauspieler die Du eingesetzt hast? Waren das alles Profis?
Ich habe eine Profi-Schauspielerin kennen gelernt, welche mit ihren blauen Augen und den blonden Haaren genau in meine Engelsvorstellung gepasst hat. Sie hat mich stark dazu motiviert an meinem Buch weiter zu schreiben. Als sie das Drehbuch gelesen hatte sagte sie zu den Engel zu spielen und vermittelte mir aua?ch die meisten anderen Schauspieler. Sie hat dann aber schlussendlich gar nicht im Film mitgespielt. Es haben rund die Hälfte der Schauspieler eine Schauspielerausbildung hinter sich.
Die andere Hälfte war zu dieser Zeit gerade in einer Schauspielerausbildung. Es hatte aber auch die eine oder andere Statistin was man dann auch am schlechten Hochdeutsch heraushören kann.

Hatten die Beteiligten eine Gage?
Die meisten hatten eine für die Umtriebe entschädigende Gage. Vor allem die Hauptdarsteller und die Leute aus Deutschland arbeiteten für eine Gage. Sie sind allesamt Profis und leben vom Filme drehen.

Du hattest die grosse Ehre mit dem deutschen Splatterpapst Olaf Ittenbach zusammen zu arbeiten. Wie kam es dazu?
Das war eigentlich eher ein Zufall. Da ich ja nun die professionellen Schauspieler hatte und mir klar wurde, dass ich mich neben der Regie nicht auch noch um die Effekte kümmern kann, habe ich nach einem Special-FX-Artisten gesucht. Da ich bei Olafs Beyond the Limits eine kleine Spende zur Mitfinanzierung des Projekt geleistet habe, hat sich dieser Kontakt über die damaligen Produzenten ergeben.

Und der hatte gerade Zeit für ein solches Projekt?

Er hatte in diesem Sommer einen relativ aufwändigen Kinofilm im Iran geplant, der wegen der politischen Situation nicht gedreht werden konnte. Mein Projekt kam ihm gelegen und er befand den Film für unterstützungswert. Er bot mir von Anfang an, nicht nur die Effekte zu machen, sondern ihn auch mia?t Eckart (Beyond the Limits / Garden of Love) zu schneiden. Es gibt auch Filme in denen Ittenbach die Effekte gemacht hat, in denen seine Arbeit durch einen schlechten Schnitt nicht wirklich zur Geltung kam. Er hat auch andere Leute aus seiner Crew von Beyond the Limits und Garden of Love mitgebracht.

Wie war es eine solche Legende am Set zu haben? War es nicht schwierig als Neuling in diesem Geschäft mit so einem alten Hasen zu arbeiten?
Für Olaf war das ganze ein bisschen Back to the Roots. Er hat ja auch mal so angefangen. Er sah meine Visionen, was ich mit dem Film darstellen will. Er hat mir aus seinen eigenen Erfahrungen heraus jeweils angeboten gewisse Dinge anders zu machen. Ich habe dadurch natürlich auch sehr viel über die ganze Filmerei gelernt.
Ich hatte immer ein offenes Ohr für seine Einflüsse, was er auch sehr geschätzt hat. Er hat mir immer wieder Tipps gegeben das eine oder andere doch ein bisschen anders zu lösen. Aber den Weg habe ich mir dann schlussendlich immer selbst gesucht.

Was war die schwierigste Szene im Film?

Das war auf jeden Fall die Szene in der Badewanne. Denn wir waren schon sehr lange am drehen bis wir überhaupt zu dieser Schlachterszene gekommen sind. Eine solche Szene fordert natürlich einen ungeheuren Aufwand.
Man ist bereits seit 5 Tagen ununterbrochen am drehen und dann kommt eine 6-7 Stundenszene in einem engen Badezimmer indem sich 5-6 Leute auf den Füssen rumstehen. Das kostet dann schon sehr viel Nerven.

Welches waren die grössten Probla?eme mit denen Ihr zu kämpfen hattet?
Es war zum Teil sehr schwierig die einzelnen Locations richtig auszuleuchten. Das habe ich eindeutig unterschätzt.
Dann waren da noch die Tonprobleme. Wir wollten den Original-Ton zu 99 Prozent verwenden, da eine Nachvertonung sehr teuer gekommen wäre. Deshalb waren wir sehr pedantisch was den Ton angeht. Wir mussten feststellen, dass es in der Schweiz nicht einfach ist, einen Ort zu finden, an dem nicht plötzlich eine Kirchen- oder Kuhglocke läutet oder ein Zug vorbeifährt.
Das war immer wieder mühsam. Denn wenn wir eine gute Einstellung abgedreht hatten, in der die ganzen Dialoge der Schauspieler funktioniert hätten und auch die Kameraeinstellungen gelungen waren, mussten wir nur wegen dem Ton öfters mal sagen „Bitte noch einmal“. Das zehrt natürlich sehr an den Nerven und macht das Team nervös.

Gab es Szenen die besser liefen als geplant oder umgekehrt?
Es hat eigentlich alles länger gedauert ich es geplant hatte. Zu meinem Erstaunen liefen die ganzen Aussenaufnahmen sehr gut. So hat zum Beispiel die Szene in der Schlucht, die eigentlich sehr aufwändige Kamerafahrten beinhaltet, auf Anhieb funktioniert.
Dann gab es auch schauspielerische Superleistungen wie zum Beispiel die Tagesschaumoderatorin, bei der wir mehrere One-Take Einstellungen hatten.

Wie waren die Reaktionen auf deinen Film? Privat und auch öffentlich?

Meine Mutter ist sehr gläubig und hatte vor allem zu Beginn, als ich begonnen habe, Horrorfilme zu sa?chauen grosse Probleme mit diesen. Sie kommt natürlich aus einer Generation, in der es solche Filme noch gar nicht gegeben hat. Irgendwann hat sie aber erkannt, dass ich solche Filme nicht nur schaue, um mich an der Gewalt aufzugeilen, sondern mich etwas anderes daran fasziniert.
Allgemein wurde der Film eigentlich sehr gut aufgenommen, auch von Leuten die keine Horrorfilmerfahrung hatten. Auch im Kino in Olten in dem er Uraufgeführt wurde, haben mich nach dem Film Leute angesprochen die zwar schockiert aber gleichzeitig überrascht waren, wie realistisch man solche Szenen darstellen kann. Sie konnten es fast nicht glauben, dass so etwas mit solch bescheidenen Mitteln und ohne akademische Ausbildung überhaupt möglich ist.
Viele haben auch meine Botschaft erkannt, die ich mit meinem Film vermitteln wollte und sahen das als eine Art Entschädigung für die ganzen Qualen, die sie mit all dem Blut durchstehen mussten.

Gab es irgendwelche sehr negativen Reaktionen? Drohbriefe oder dergleichen?
Nein eigentlich nicht. Es gab ein paar E-Mails von Leuten die nicht gerade begeistert von meinem Werk waren und ein paar negative Filmkritiken, wie bei jedem anderen Film auch.

Wirst Du wieder einmal etwas mit Ittenbach zusammen machen oder war dass das einzige Projekt mit ihm?
In Zukunft ist eigentlich nichts geplant. Es war einmal ein Pojekt geplant. Aber das wurde abgebrochen weil wir beide momentan sehr viel zu tun haben. Ich kann im Moment leider keinen aufwändigen Film drehen, da ich nur über wenig freie Zeit verfüge. Aber wie gesa?agt es war eigentlich schon einer mit ihm geplant. Wer weis vielleicht gibt es wieder mal eine Zusammenarbeit.

Und wie laufen die Vorbereitungen zu Anonymous deinem neusten Projekt?
Das Buch an dem ich zurzeit noch arbeite besitzt bereits einen Umfang von 50 Seiten. Das heisst er wird sehr aufwändig. Er soll 90 Minuten lang werden. Es wurden schon gewisse, relativ bekannte Leute angefragt und auch schon einige mündlich Zusagen gemacht. Aber leider liegt es für mich momentan nicht drin einen solch aufwändigen Film zu drehen.
Es sind ein oder zwei Kurzfilme offen, die ich eventuell dieses Jahr noch mache. Oder spätestens nächstes Jahr.

Kannst Du schon verraten um was es in Anonymous geht?
Das kann ich. Es wird einen Old-School Horrorfilm in der Richtung eines Giallo geben.
Der ganze Film wird in einem Hochhaus spielen. Er dreht sich um eine junge Frau, die in dieses Hochhaus einzieht. Sie lebt sich langsam ein, fühlt sich aber sehr bedroht. Denn die anderen Bewohner dieses Hauses sind sehr merkwürdig. Es geschieht dann auch schon bald ein Mord und niemand weis genau, wer der Mörder ist.
Sie beginnt daraufhin nachzuforschen und merkt, dass auch ihr Leben in grosser Gefahr ist. Obwohl es ein paar sehr blutige Szenen geben wird, baut der Film eher auf Spannung auf und auf Schockeffekte. Aber auch die Splatterfans kommen sicher auch diesmal nicht zu kurz.

Wie machst Du das beim Schreiben deiner Drehbücher? Schaust Du schon beim Schreiben darauf ob die Szenen technisch umsetza?bar sind, oder schreibst Du einfach mal drauflos?
Ich denke es wäre schlecht, wenn ich nicht bereits beim Schreiben meine Mittel beachten würde. Aber meistens schreibe ich einfach mal drauflos und überarbeite dann nachträglich das Buch nach den Mitteln die mir zur Verfügung stehen.

Natürlich muss man, vor allem im Low-Budget Bereich schon beim Schreiben darauf achten, wie ich meine Mittel am effizientesten ein kann?
Aber es gibt schon Ideen bei denen man sich eingestehen muss, dass die so nicht machbar sind und dann muss halt auch mal die ein oder andere Szene sterben.
Von der Grundidee mit lauter Studioszenen wäre der geplante Anonymous relativ kostengünstig um zusetzten.

Dann schreibst Du die Drehbücher ganz alleine? Oder hattest Du bei Deuteronomium noch jemanden der Dir dabei half?
Bei Deuteronomium hat mir die eine Schauspielerin geholfen, die Story ein bisschen aufzulockern. Ohne sie wäre der Film wahrscheinlich noch düsterer und sadistischer geworden.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit deinen Filmen.
Vielen Dank, ich wünsche auch euch mit eurem Magazin viel Erfolg und vielleicht ein weiteres zusammenrücken der Schweizer Horrorszene.

 

Weitere Infos und Fotos zum Film Deuteronomium, findet ihr auf der offiziellen Homepage

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